Am Freitag, dem 21. Juli 2023, legalisierte das albanische Parlament medizinisches Cannabis trotz heftigen Widerstands einiger Abgeordneter. Das neue Gesetz erlaubt den Anbau, die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von medizinischem Cannabis sowie dessen Verwendung zu therapeutischen Zwecken. Es sieht außerdem die Einrichtung einer Regierungsbehörde zur Regulierung der medizinischen Cannabisbranche vor. Laut UN belegte Albanien im Jahr 2022 weltweit den siebten Platz unter den größten Produzenten illegalen Cannabis. Die Regierung des größten illegalen Cannabisproduzenten Europas hat nun endlich medizinisches Cannabis legalisiert. Wie bereits im Oktober angekündigt, wurde das Gesetz mit 64 Ja- und 30 Nein-Stimmen verabschiedet. Die Oppositionsparteien stimmten gegen das Gesetz, da sie befürchteten, es würde den Weg für den Freizeitkonsum von Cannabis ebnen. Sie äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen von Cannabis auf die öffentliche Gesundheit. Die Regierung erklärte, das Gesetz werde den Albanern den Zugang zu wirksamen Behandlungen für eine Reihe von Erkrankungen ermöglichen, darunter chronische Schmerzen, Epilepsie sowie Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer Chemotherapie.
Die Regierung erklärte weiter, dass diese Verordnung neue Arbeitsplätze schaffen und Einnahmen für die albanische Wirtschaft generieren werde. Die Legalisierung von medizinischem Cannabis in Albanien ist ein wichtiger Schritt hin zur Entkriminalisierung von Cannabis. Sie zeigt, dass immer mehr Länder den therapeutischen Nutzen von Cannabis anerkennen und bereit sind, es zur Förderung des menschlichen Wohlbefindens einzusetzen. Einige weitere Details dieses neuen Gesetzes sind: Das Gesetz erlaubt den Anbau, Herstellung, Vertrieb und Verkauf von medizinischem Cannabis ausschließlich zu therapeutischen Zwecken;
Diese Verordnung sieht die Einrichtung einer staatlichen Behörde zur Regulierung der medizinischen Cannabisbranche vor; Für Gesetzesverstöße sind Sanktionen, darunter Freiheitsstrafen und Geldstrafen, vorgesehen; Die Liste der zu behandelnden Erkrankungen und der von dieser Behörde zuzulassenden Produkte ist noch nicht bekannt. Es steht jedoch fest, dass die Legalisierung von medizinischem Cannabis in Albanien eine historische Entscheidung ist.
Sie ist ein konkreter Beweis dafür, dass mitteleuropäische Länder eine wichtige Rolle zwischen den beiden großen Verbotsstaaten Russland und Frankreich sowie angesichts eines zunehmend konservativen Italiens spielen.
Es ist durchaus möglich, dass andere Länder wie Nordmazedonien und Kosovo in den kommenden Jahren dem Beispiel Albaniens folgen werden. Kurz gesagt: Frankreich, ein Vorbild in Sachen sozialer Verantwortung im Gesundheitswesen und im Vereinsrecht, wurde im Bereich Cannabis und Medizin von Albanien überholt.
Anders ausgedrückt: Ein Land, in dem organisierte Kriminalität, Korruption und Produktfälschung weit verbreitet sind, kann medizinisches Cannabis legal anbauen, verarbeiten, importieren und sogar an Unternehmen weltweit exportieren. Quelle:
https://lecannabiste.com/lalbanie-vient-de-legaliser-le-cannabis-medical/.