Medizinisches Cannabis wurde dank Artikel 49.3 in der Nationalversammlung legalisiert.

Im Rahmen des Sozialversicherungsfinanzierungsgesetzes 2024 beschloss die Nationalversammlung die Legalisierung von medizinischem Cannabis in Frankreich. Premierministerin Élisabeth Borne nutzte Artikel 49.3 der Verfassung, um diese umstrittene Maßnahme ohne Abstimmung im Parlament durchzusetzen.

Die Bedeutung von medizinischem Cannabis in Frankreich Nachdem medizinisches Cannabis in anderen Ländern bereits seit einigen Jahren legalisiert ist, ist es nun auch in Frankreich verfügbar.

Mit dieser neuen Behandlungsmethode lassen sich verschiedene Erkrankungen behandeln, darunter Spastik bei Multipler Sklerose, therapieresistente Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie sowie schwere, auf andere Behandlungen nicht ansprechende Epilepsie.

Viele Ärzte, Wissenschaftler und Experten diskutieren jedoch weiterhin über Nutzen und Risiken der Anwendung von medizinischem Cannabis. Befürworter betonen den potenziellen Nutzen für viele Menschen mit chronischen Erkrankungen, während Gegner vor möglichen Nebenwirkungen und den Gefahren der Selbstmedikation warnen. Die umstrittene Anwendung von Artikel 49.3

Die Anwendung von Artikel 49.3 der Verfassung durch die Premierministerin hat heftige Kritik der Opposition hervorgerufen, die einen

übermäßigen Gebrauch dieses Mechanismus anprangert.

Tatsächlich hat Élisabeth Borne Artikel 49.3 seit ihrem Amtsantritt fünfzehn Mal angewendet. Zur Erinnerung: Artikel 49.3 ermöglicht die Verabschiedung eines Gesetzes ohne Abstimmung in der Nationalversammlung, wodurch ausschließlich die Regierung verantwortlich ist.

Zu den weiteren Maßnahmen im Sozialversicherungsfinanzierungsgesetz 2024 gehören Vorkehrungen zur Bekämpfung von Medikamentenengpässen, zur Kontrolle der Ausgaben für Krankheitsurlaub und zur Ausweitung der Vorsorgeuntersuchungen. Das Sozialversicherungsdefizit wird für 2023 auf 8,8 Milliarden Euro und für 2024 auf 11,2 Milliarden Euro geschätzt. Internationale Erfahrungen: Das irische Beispiel

  • Andere Länder, wie beispielsweise Irland, haben bereits Schritte zur Legalisierung von medizinischem Cannabis unternommen. Vier Jahre nach der Legalisierung eröffnete dort die erste auf medizinisches Cannabis spezialisierte Klinik. Die Apotheke deckt alle mit medizinischem Cannabis behandelbaren Erkrankungen ab, nicht nur jene, die vom irischen Programm für den Zugang zu medizinischem Cannabis anerkannt sind.
  • Dieser umfassendere Ansatz könnte ein interessantes Modell für Frankreich sein, das nach dem besten Weg sucht, den Zugang zu medizinischem Cannabis innerhalb seiner Grenzen zu regulieren.
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Nächste Schritte

Mit der Verabschiedung dieser Maßnahme müssen noch einige wichtige Schritte unternommen werden, bevor medizinisches Cannabis in Frankreich tatsächlich für Patienten verfügbar ist. Dazu gehören:

Der Aufbau eines Produktions- und Vertriebsnetzes für medizinisches Cannabis

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( Rédacteur en chef spécialisé en CBD )
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