Mastercard, der Kreditkarten- und Zahlungsdienstleister, hat US-Finanzinstitute aufgefordert, Transaktionen im Zusammenhang mit Cannabis auf seinen Debitkarten zu sperren, da Cannabis in den USA auf Bundesebene illegal ist. Diese Entscheidung fiel, nachdem festgestellt wurde, dass einige Geschäfte trotz des Bundesverbots weiterhin Debitkartenzahlungen akzeptierten. Mastercard reagierte umgehend mit einer Untersuchung und forderte Finanzinstitute, die Zahlungsdienste für Cannabis-Händler anbieten, auf, diese illegalen Transaktionen zu unterbinden. Diese Maßnahme zielt speziell auf Cannabis-Unternehmen und insbesondere auf Ausgabestellen ab, um zu verhindern, dass sie Debitkartenzahlungen anbieten, bei denen Kunden ihre PIN eingeben müssen. Während in 38 US-Bundesstaaten die medizinische Verwendung von Cannabis und in 23 Staaten der Freizeitkonsum für Erwachsene über 21 Jahren erlaubt ist, könnte Mastercards Entscheidung Folgen für die legale Cannabisbranche und für Konsumenten haben, die bequemere Zahlungsmethoden suchen. Im Gegensatz zu den USA, wo legale Cannabis-Transaktionen fast ausschließlich bar abgewickelt werden, ist in Kanada, wo Cannabis 2018 landesweit legalisiert wurde, die Zahlung mit Kredit- oder Debitkarten häufig möglich. Diese finanzielle Einschränkung verdeutlicht die rechtliche und finanzielle Unsicherheit der Cannabisbranche, obwohl immer mehr US-Bundesstaaten den Konsum legalisieren. Viele große Banken und Kreditkartenunternehmen verzichten aufgrund der Bundesgesetze im Allgemeinen darauf, Cannabiskäufe zu ermöglichen, wodurch Käufern in Staaten mit legalem Cannabis nur begrenzte Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Derzeit laufen Gesetzesinitiativen, die bargeldlose Transaktionen in Cannabis-Ausgabestellen ermöglichen sollen. Befürworter argumentieren, dass Bargeldgeschäfte Diebstahl begünstigen und Mitarbeiter gefährden. Der von den Demokraten kontrollierte US-Senat beabsichtigt, den SAFE Banking Act zu verabschieden, der Banken und ihre Mitarbeiter vor Strafen schützen soll, wenn sie legale Cannabisunternehmen im jeweiligen Bundesstaat bedienen. Doch selbst nach acht Anläufen ist ein Scheitern des Gesetzes noch ungewiss. Zudem gibt es weiterhin vehemente Gegner dieses Gesetzes, sowohl unter Demokraten als auch unter Republikanern. Die Zeit wird es zeigen. Sollte Mastercards Entscheidung jedoch einstimmig angenommen werden, wäre dies ein schwerer Schlag für legales Cannabis in den Vereinigten Staaten.
Quelle:
https://www.newsweed.fr/mastercard-bloque-achats-cannabis-legal-etats-unis/.