Jahrhundertelang wurde Hanf als Rohstoff für die Herstellung von Kleidung und Modeartikeln geschätzt. Doch das änderte sich mit dem Marihuana-Steuergesetz von 1930. Dieses Gesetz brachte die Entwicklung des Hanfanbaus in den USA und später auch in Europa zum Erliegen, da Hanf dort als Droge eingestuft wurde. Dies reichte aus, um die Pflanze jahrzehntelang zu verbieten. Zumindest bis 1970, denn ab diesem Zeitpunkt weckte die Pflanze erneut das Interesse von Herstellern, die ihren Wert erkannten. Warum wird Hanf heute wieder in der Modeindustrie verwendet? Wie bereits erwähnt, verboten die Vereinigten Staaten ab den 1930er-Jahren den Anbau, die Einfuhr und die Ausfuhr von Hanf. Ähnliches geschah in Europa, als die Behörden Hanf – neben Cannabis indica – auf die Liste der Betäubungsmittel setzten. Seitdem wurden verschiedene Strategien verfolgt, um den Anbau und die Verwendung von Hanf in all seinen Formen zu unterbinden. Letztendlich war die Pflanze jahrelang praktisch ausgerottet. Ihr Fehlen machte sich jedoch schnell bemerkbar.
Amerikaner und Europäer erkannten die wichtige Rolle von Hanf in der Textilindustrie. Dies war vor allem auf den Zweiten Weltkrieg zurückzuführen, der einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Stoffen, insbesondere für Schnürsenkel, Fallschirme und Soldatenuniformen, zur Folge hatte.
Angesichts dieser Realität erkannten die Behörden den Nutzen von Hanf. Dies veranlasste sie, ihm eine zweite Chance zu geben, indem sie den Anbau bei Landwirten förderten. Welche Anstrengungen unternehmen die Behörden, um das Image von Hanf wiederherzustellen?
Der Fehler bestand darin, Hanf für eine psychoaktive Substanz zu halten. Studien haben bewiesen, dass diese Sorte nicht mit Cannabis indica gleichzusetzen ist. Die Behörden haben dies erkannt und es sich zur Aufgabe gemacht, das Image von Hanf zu verbessern.
Vor allem ab den 1960er Jahren starteten der
Nationale Hanfproduzentenverband
und das INRAE (Nationales Institut für Agrarforschung) ein neues Programm. Ziel dieses Programms war die Selektion spezifischer Hanfsorten. Diese Sorten enthalten nur einen relativ geringen Anteil psychoaktiver Substanzen in ihren Zellen.
Genauer gesagt:
THC, dessen Gehalt in der Pflanze nun auf
0,3 % begrenzt ist,
um die Verwendung legal zu machen.
Was sind die wichtigsten Vorteile von Hanf? Durch die Einhaltung des gesetzlichen Grenzwerts von 0,3 % THC hat Hanf die Zulassung der Behörden für die industrielle Produktion erhalten. In diesem Sektor bevorzugen Fachleute vor allem die Herstellung von Textilien und Modeartikeln. Der Grund dafür ist, dass sie sich auf Schlüsselfaktoren stützen können, um die Entwicklung des Sektors zu sichern:
Eine umweltverträgliche Aktivität; Verbraucher, die sie als vorteilhaft empfinden;