Sommaire
ToggleDer Krieg gegen Drogen: Ein Fehlschlag?
Jeder informierte Mensch kann als Erstes feststellen, dass der unerbittliche Kampf gegen Drogen keine Früchte getragen hat. Im Gegenteil, diese repressive Politik befeuert tendenziell den Schwarzmarkt und den Drogenhandel. Dies wiederum verursacht noch größeren Schaden, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Wirtschaft.
Auch Sir Branson weist in seinem Blogbeitrag ausdrücklich darauf hin!
Nach fast sechs Jahrzehnten Prohibition und der konsequenten Kriminalisierung von Drogenkonsumenten hat der gescheiterte Krieg gegen Drogen absolut nichts zur Eindämmung des illegalen Drogenhandels beigetragen. Dieses globale Geschäft hat einen Wert von mindestens 350 Milliarden US-Dollar pro Jahr und wird vollständig von kriminellen Organisationen kontrolliert. Die Drogenkriege haben Millionen von Menschenleben gekostet und Milliarden von Dollar an öffentlichen Geldern verschwendet. Erschwerend kommt hinzu, dass das Aufkommen neuer, stärkerer Drogen wie Fentanyl zu neuen Anstiegen drogenbedingter Überdosen und Todesfälle weltweit geführt hat, was einmal mehr beweist, dass eine harte Linie gegen Drogen keine Ergebnisse bringt.
Quelle: https://www.virgin.com/branson-family/richard-branson-blog/rethinking-drug-laws-in-a-new-global-moment
Er erklärt: „Jahrzehntelang wurde Cannabis ohne glaubwürdige wissenschaftliche Grundlage als Substanz von vernachlässigbarem medizinischem oder therapeutischem Wert eingestuft und als ebenso schädlich wie Heroin oder Kokain betrachtet.“
Quelle: https://www.virgin.com/branson-family/richard-branson-blog/rethinking-drug-laws-in-a-new-global-moment
Neuklassifizierung von Cannabis: Öffentlicher Druck?
Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zweifellos im Vordergrund steht, sollte der Beitrag der Öffentlichkeit zu dieser Empfehlung nicht außer Acht gelassen werden. Tatsächlich unterstützt in den USA nach den Abstimmungen ein großer Teil der Bevölkerung, verteilt auf verschiedene Bundesstaaten, diese Neueinstufung. Dies kann die politischen Entscheidungsträger natürlich nicht gleichgültig lassen. Und noch einmal:
Sir Branson unterstreicht diesen Punkt in seinen Ausführungen deutlich!
Während sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit vor allem auf die Folgen der US-Präsidentschaftswahlen und den Machtwechsel zu Präsident Biden richtet, freute ich mich über einige der anderen Ergebnisse der diesjährigen US-Wahlen. Die Wähler in mehreren Bundesstaaten haben sinnvolle Reformen der Drogenpolitik beschlossen, die das Leben der Menschen grundlegend verändern, die Strafjustizsysteme entlasten, die öffentliche Gesundheit verbessern und letztendlich Leben retten werden.
Quelle: https://www.virgin.com/branson-family/richard-branson-blog/rethinking-drug-laws-in-a-new-global-moment
Er fügt hinzu:
In Arizona, New Jersey, Montana und South Dakota stimmten die Wähler für den regulierten Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet. Die Gesamtzahl der US-Bundesstaaten, die Cannabis zu Genusszwecken erlauben, liegt nun bei 15.
Quelle: https://www.virgin.com/branson-family/richard-branson-blog/rethinking-drug-laws-in-a-new-global-moment Er erklärt weiter: Die Bevölkerung Oregons hat einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht und eine Volksinitiative zur Entkriminalisierung des persönlichen Besitzes kleiner Mengen aller derzeit illegalen Drogen unterstützt. Quelle: https://www.virgin.com/branson-family/richard-branson-blog/rethinking-drug-laws-in-a-new-global-moment
Neuklassifizierung selbst: Was ist das? Wir halten es für wichtig, diesen Punkt erneut aufzugreifen, obwohl er bereits in einem früheren Artikel behandelt wurde. Warum? Weil wir sicherstellen möchten, dass alle unsere Leser die Bedeutung der von der WHO empfohlenen und von Richard Branson unterstützten Neuklassifizierung von Cannabis vollständig verstehen.
Dazu haben wir unseren vorherigen Artikel zur Neuklassifizierung von Cannabis verlinkt. Es erscheint uns bequemer, ihn direkt hier aufzurufen, anstatt ihn in einem neuen Tab zu öffnen.
Die von Branson unterstützten Empfehlungen im Detail:Im Anschluss an das Vorangegangene möchten wir uns auf die von Richard Branson unterstützten Empfehlungen konzentrieren. Diese lauten:
- Cannabis und Cannabis-Harz aus Anhang IV des Übereinkommens von 1961 streichen;
- Dronabinol und seine Stereoisomere (Delta-9-THC) in Anhang I des Übereinkommens von 1961 aufnehmen;
- Wird Punkt 2 angenommen: Dronabinol und seine Stereoisomere (Delta-9-THC) werden aus Anhang II des Übereinkommens von 1971 gestrichen;
- Wird Punkt 2 angenommen: Tetrahydrocannabinol wird in Anhang I des Übereinkommens aufgenommen; Wird Punkt 4 angenommen: Tetrahydrocannabinol wird aus Anhang I des Übereinkommens von 1971 gestrichen;
Cannabisextrakte und -tinkturen werden aus Anhang I des Übereinkommens von 1961 gestrichen;
Anhang I des Übereinkommens von 1961 wird folgende Fußnote zu Cannabidiol-Präparaten hinzugefügt: „Präparate, die hauptsächlich Cannabidiol und höchstens 0,2 % Delta-9-Tetrahydrocannabinol enthalten, unterliegen keiner internationalen Kontrolle.“Präparate, die Dronabinol enthalten – sei es durch chemische Synthese oder in Form von Cannabispräparaten, die wie Arzneimittel formuliert sind, oder Präparate mit einem oder mehreren anderen Inhaltsstoffen, die so hergestellt sind, dass das Dronabinol nicht mit leicht verfügbaren Mitteln oder in einer für die öffentliche Gesundheit gefährdenden Menge gewonnen werden kann –, sollen in Anhang III des Übereinkommens von 1961 aufgenommen werden.