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ToggleWas ist Cannabis?
Cannabis ist eine psychoaktive Pflanze der Arten Cannabis sativa oder Cannabis indica. Ihre getrockneten Blüten sowie die daraus hergestellten Extrakte und Konzentrate sind sowohl für medizinische als auch für Genusszwecke beliebt (wobei „Genuss“ bedeutet, dass die Wirkung das Bewusstsein verändert). Sie wird auch für spirituelle Zwecke verwendet und genießt in verschiedenen Religionen einen heiligen Status. Die Cannabispflanze stammt ursprünglich aus Zentral- und Südasien. Ihre erste dokumentierte Verwendung datiert auf das 3. Jahrtausend v. Chr. Sie wurde jedoch an archäologischen Stätten entdeckt, die 12.000 Jahre alt sind. In Indien und Nepal wird sie seit der vedischen Zeit, mindestens seit 1500 v. Chr., als Entheogen, also in einem religiösen, schamanischen oder spirituellen Kontext, verwendet. Cannabis konnte sich in den Vereinigten Staaten schließlich für medizinische Zwecke etablieren, nachdem die Wähler in Kalifornien 1996 medizinisches Marihuana legalisiert hatten. Washington und Oregon folgten zwei Jahre später, ebenso wie Hawaii, Alaska, Colorado und viele andere Bundesstaaten in den darauffolgenden Jahren. Seit 2018 haben 30 US-Bundesstaaten Gesetze zu medizinischem Cannabis mit unterschiedlichen Definitionen. Die umgangssprachlichen Bezeichnungen für Cannabis sind zahlreich und vielfältig. Je nach Epoche und Kultur wird es auch Marihuana, Gras, Pot, Dope, Weed, Herb, Jug, Ganja oder Mary Jane genannt. (Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen – aber sie wird schnell absurd!). Wir von CBD.FR nennen sie einfach Blüten! 😉
Indica- und Sativa-Sorten Cannabis wird in zwei Haupttypen unterteilt: Indica (z. B. Bubble Kush) und Sativa. Indica ist vor allem für ihre breiten Blätter, ihren kräftigen Wuchs und ihre schlaffördernde Wirkung bekannt. Sativa hingegen wirkt anregender, mit dünnen Blättern, einem schlanken, hochgewachsenen Wuchs und einer eher zerebralen Wirkung.
Neben Indica und Sativa gibt es Hunderte verschiedener Sorten, jede mit ihren eigenen charakteristischen Merkmalen. Es gibt aber auch Hybriden, die eine ausgewogene Kombination aus Indica- und Sativa-Eigenschaften aufweisen. Cannabis-SortenFoto von Andres Cruz / Via Flickr Die Vielfalt der Sorten ist nahezu unendlich. Dies liegt nicht nur an den unterschiedlichen Kombinationen von Merkmalen und Cannabinoid-Gehalten, obwohl diese natürlich eine Rolle spielen. Auch die verschiedenen Kombinationen von Terpenen und Flavonoiden tragen dazu bei. Diese natürlichen Aromastoffe können die Intensität und Art der Wirkung beeinflussen. Sorten spielten Ende der 1960er-Jahre eine wichtige Rolle im Cannabisanbau. „Markennamen“ wie Panama Red und Acapulco Gold erlangten schnell Bekanntheit. Dies lag nicht nur an ihrem einprägsamen Aussehen, sondern auch an ihrer Potenz. Im Laufe der 1970er-Jahre wurden Sorten wie Thai Stick, Santa Marta Gold, Colombian Red Bud und Michoacan legendär. Mit dem Aufstieg der niederländischen Züchtung in den 1980er-Jahren sicherten sich genetische Meisterwerke wie Northern Lights #1, Big Bud und Skunk #1 ihren Platz im Pantheon der Cannabis-Sorten. Da die Cannabis-Züchtung immer komplexer wurde, vereinten immer mehr „Hybrid“-Sorten die Eigenschaften von Indica- und Sativa-Sorten.
Diese Praxis wurde so populär, dass die Genetik „reiner“ Indicas wie LA Confidential und The Hog sowie „reiner“ Sativas wie Durban Poison und Dutch Passion zu begehrten Erbstücken wurde.
Moderne Hybriden wie Girl Scout Cookies, Gorilla Glue #4, Granddaddy Purple, Blue Dream, Sour Diesel, OG Kush und White Widow haben die Cannabiszüchtung auf ihr heutiges hohes Niveau gehoben. Hochwertige Varianten dieser Sorten weisen oft einen THC-Gehalt von über 20 % und sogar 25 % auf! Cannabisindustrie und Aktien Die zunehmende Legalisierung von Cannabis und seine Integration in die Popkultur haben eine florierende Industrie hervorgebracht. Neben den offensichtlichen Vorteilen für die Landwirtschaft profitieren auch zahlreiche Zulieferbranchen. Unternehmen, die mit der Pflanze arbeiten, sowie solche, die Produkte und Dienstleistungen für den breiten Markt anbieten, profitieren erheblich von der Cannabisindustrie. Diese aufstrebende Branche umfasst viele verschiedene Sektoren. Dazu gehören Biotechnologie, Anbau, Einzelhandel, Hanfprodukte und Cannabisprodukte – allesamt Branchen, die direkt mit der Pflanze in Berührung kommen. Zu den Nebenbranchen ohne direkten Kontakt zur Pflanze zählen Agrartechnologie, Immobilien, Dienstleistungen, Konsumgüter, Investment und Finanzen, Technologie und Medien. Weitere Nebenbranchen sind Hersteller von Atemalkoholmessgeräten und Testkits sowie das Gastgewerbe und der Tourismus. Bislang haben Cannabis-AktienDie Ergebnisse für Investoren waren gemischt. Da die Pflanze in den USA auf Bundesebene illegal ist, befürchten einige Anleger ein hartes Durchgreifen. Es scheint jedoch unausweichlich, dass einige verfügbare Aktien erhebliche Wachstumschancen bieten werden. Dies gilt umso mehr für die Legalisierung in Kanada. Im Februar 2018 wurde die Cronos Group Inc. mit Sitz in Toronto, die in Produzenten von medizinischem Marihuana investiert, als erstes kanadisches Cannabisunternehmen an einer großen US-Börse notiert.
Wichtigste Cannabis-Anbauregionen Cannabisproduzenten Afghanische Cannabisproduzenten (Foto: Paula Bronstein/Getty Images)Historisch konzentrierte sich der Cannabisanbau auf Indien, Afghanistan und Thailand, in jüngerer Zeit auch auf Mexiko und Kolumbien. Moderne Gesetzesreformen haben zu einem signifikanten Wachstum des Anbaus in den USA geführt, insbesondere in Kalifornien, Colorado und Washington State.