Wir veröffentlichen regelmäßig Artikel, die erklären, was Cannabinoide sind, welche Vorteile sie für den Menschen bieten und wie man sie anwendet. Aber haben Sie sich jemals gefragt, wie sie in der Cannabispflanze entstehen? Dann sind Sie hier genau richtig! In diesem Artikel erfahren Sie gemeinsam, wie Cannabinoide in Cannabis produziert werden. Inhaltsverzeichnis Cannabinoide: Eine einfache Einführung Wie werden diese Cannabinoide in der Cannabispflanze produziert? Cannabinoide: Eine einfache EinführungEs wäre unangebracht, über Cannabinoide zu sprechen, ohne sie zunächst vorzustellen. So stellen wir sicher, dass wir alle vom Gleichen sprechen. Was genau sind also Cannabinoide?
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ToggleDer Wikipedia-Artikel definiert Cannabinoide wie folgt:
- Cannabinoide sind eine Gruppe chemischer Substanzen, die Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Körper und in Säugetieren aktivieren.
Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/Cannabino%C3%AFde
Der Rezeptor hingegen ist definiert als: (…) ein Protein in der Zellmembran, im Zytoplasma oder im Zellkern, das spezifisch an einen bestimmten Faktor (einen Liganden, wie z. B. einen Neurotransmitter, ein Hormon, ein Arzneimittelmolekül, ein Toxin, ein Calciumion oder ein spezifisches Protein in der Membran eines Virus usw.) bindet und dadurch eine zelluläre Antwort auf diesen Liganden auslöst.
Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9cepteur_(biochimie) Es gibt drei Haupttypen von Cannabinoiden:
Pflanzliche Cannabinoide
(auch Phytocannabinoide genannt): Diese kommen in Cannabis vor.
Endocannabinoide (auch endogene Cannabinoide genannt): Diese werden von tierischen Organismen produziert.
- Synthetische Cannabinoide: Diese werden im Labor hergestellt. Natürlich interessiert uns die erste Kategorie der Cannabinoide (pflanzliche Cannabinoide). In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass allein die Cannabispflanze über 100 Cannabinoide dieser Art produziert.
- Wie werden diese Cannabinoide in der Cannabispflanze gebildet?
Die Produktion von Cannabinoiden findet in sogenannten „winzigen chemischen Fabriken“ statt. Was genau sind diese? Wir sprechen von den Trichomen.
Der Wikipedia-Artikel beschreibt sie folgendermaßen: Trichome (vom griechischen τρίχωμα – trikhoma, was „Haarwuchs“ bedeutet) sind feine Auswüchse oder Anhängsel, die bei Pflanzen (an Wurzeln, Stängeln und/oder Blättern) und einigen einzelligen Eukaryoten vorkommen. Beispiele hierfür sind Haare, Drüsenhaare und insbesondere Brennhaare1 oder Haare, die sich zu schützenden Schuppen entwickelt haben. Ihre Funktionen scheinen oft primär defensiver Natur zu sein, aber sie können bestimmte Pflanzen auch vor extremer Kälte oder Hitze schützen.
Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/Trichome_(botanique)
Diese Definition verwendet botanische Fachbegriffe. Daher ist sie möglicherweise für manche unverständlich. Betrachten wir daher diese vereinfachte Version von Futura Sciences: Trichome sind Härchen, die die Oberfläche eines Pflanzenorgans bedecken (in unterschiedlicher Dichte, abhängig von der Art und dem betrachteten Organ). Anders ausgedrückt: Sie sind die Haare einer Pflanze. Quelle: https://www.futura-sciences.com/planete/definitions/botanique-trichome-13330/In diesen kleinen Drüsen produziert die Cannabispflanze Cannabinoide. Aus dieser Perspektive ist bemerkenswert, dass diese kleinen Drüsen in größerer Dichte an Cannabisblüten und in geringerer Anzahl an Blättern, Stängeln und anderen oberirdischen Pflanzenteilen vorkommen. Außerdem ist zu beachten, dass weibliche Cannabispflanzen deutlich mehr Cannabinoide produzieren als männliche.
Wenden wir uns nun der Biosynthese der Cannabinoide (ihrem Produktionsprozess) zu. Der Prozess beginnt in der Kutikula (der äußeren Schicht, die die oberirdischen Pflanzenteile bedeckt und schützt). Dort werden die Cannabinoide in spezialisierten scheibenförmigen Zellen gebildet. Schließlich werden sie als zähflüssiges Harz aus dem Sekretionsraum auf die Pflanzenoberfläche abgegeben.
Um den Prozess genauer zu beschreiben, betrachten wir ihn Schritt für Schritt. Zunächst liegt Hexansäure, eine Fettsäure, vor. Enzyme katalysieren dann eine chemische Reaktion, die zur Bildung phenolischer Vorstufen führt. Diese phenolischen Vorstufen werden anschließend in Ölsäure und Geranylpyrophosphat umgewandelt.
Diese beiden Moleküle (Ölsäure und Geranylpyrophosphat) werden durch eine weitere enzymatische Reaktion zu CBGA, dem sogenannten „Muttercannabinoid“, fusioniert.
Das Muttermolekül bildet zusammen mit drei weiteren Enzymen alle anderen Cannabinoide. Die Enzyme THCA-Synthase, CBDA-Synthase und CBCA-Synthase wandeln CBGA in THCA, CBDA bzw. CDCA um.
Nach der Decarboxylierung wird aus THCA THC, aus CBDA CBD und aus CDCA CDC. Dasselbe gilt für weitere, hier nicht erwähnte Moleküle.
- Die Abbildung unten veranschaulicht den oben beschriebenen Prozess. Cannabinoidproduktion in der Pflanze
- Credit: Cibdol
